Kein Kommentar

Vor kurzem hatte im Artikel Kommentare moderieren – Pro & Contra mal das Thema Blogkommentare aufgegriffen und Vor- und Nachteile der Kommentarmoderation aufgezeigt. Dabei ging es auch darum, Wege zu finden, mit einem vertretbaren Aufwand eine hohe Kommentarqualität in einem Blog zu erreichen.

Martin von KWERFELDEIN geht mit seinem heutigen Artikel Straßenfotografie & Recht: Eine kritische Auseinandersetzung einen anderen Weg: er sperrt für diesen Artikel die Kommentarfunktion komplett. Seine Begründung:

In Referenz zur letzten Umfrage und vielen Artikeln in diesem Magazin erlaube ich es mir, die Kommentare unter diesem zu schließen. Leider ist es derzeit nicht möglich, sachliche und von Respekt den anderen gegenüber geprägte Diskussionen zu erreichen. Daher nehme ich es mir heraus, hier einen Strich zu ziehen. Trackbacks zu setzen ist erlaubt.

Als ich das las, war ich zunächst etwas verwundert und dachte: man kann doch nicht einen Artikel über so ein heißes Thema schreiben und dann keine Kommentare erlauben. Nach kurzer Überlegung muss ich Martin jedoch zustimmen. Ich kenne die Diskussionen in den vorangegangenen Artikeln über Straßenfotografie gut und weiß, dass diese oft irgendwann ausgeartet sind und unsachlich wurden. Spätestens wenn einer der Kommentatoren eine Außenseitermeinung vertrat und dann ein Vielzahl anderer Kommentatoren über diesen hergefallen sind. Die vorgetragenen Argumente waren dann oft persönlicher Natur und wenig sachlich. Das wertete in meinen Augen den betroffenen Artikel oft ab und war auch insgesamt für die Stimmung auf kwerfeldein.de nicht förderlich.

Martin zeigt hier also eine weitere Möglichkeit der Kommentarmoderation, die sicher  ein Stück weit eine Entmündigung der Leser darstellt, langfristig aber dazu beitragen kann, die Qualität der Kommentare in einem Blog hoch zu halten. Für mich ist so ein Vorgehen in Ordnung, sofern es nicht zur Regel wird.

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