WordPress 3.3 Sonny ist da

PabstWP WordPress Version 3.3

Heute wurde die finale Version von WordPress 3.3 „Sonny“ veröffentlicht. Sie wurde dem Jazz-Saxophonisten Sonny Stitt gewidmet. Nach 4 Beta-Versionen und 3 Release Candidates ist die neue Version nun stabil genug, um auf produktiven Websites eingesetzt zu werden.

Wie immer stellt WordPress die neue Version via WordPressTV in einem kleinen Video vor, in dem einige Neuerungen gezeigt werden.

Die Neuerungen von WordPress 3.3 im Überblick:

  • Einfacheres Hochladen mit dem neuen Media Uploader
  • Neues Dashboard Design
  • Das erste Mal – Hilfe für Einsteiger
  • Werkzeuge für Inhalte
  • Diverse Verbesserungen unter der Haube

Nachfolgend erkläre ich alle Neuerungen etwas ausführlicher.


Einfacheres Hochladen

Automatische Erkennung des Dateityps

WordPress erkennt, ob ein Foto, ein Video oder eine andere Datei hochgeladen werden soll. Daher gibt es im Editor nun auch nur noch 1 Uploadsymbol.

Drag & Drop Media Uploader

Der Uploader wurde komplett überarbeitet und unterstützt nun den Upload via Drag & Drop. Flash wurde entfernt. Leider wieder weggefallen ist die in der 2. Beta-Version eingeführte Option, dass man nach dem Upload eines Bildes neben den üblichen Einstellungen (Titel, Beschreibung, Datei-URL) das Bild auch auf die in den Mediathekseinstellungen maximal angegebene Größe skalieren kann. Schade! Fand ich nützlich.

Mehr Dateiformate

rar und 7z wurde der Liste erlaubter Dateitypen hinzugefügt.

Editor mit 1 Upload-Icon und neuer Media Uploader
Editor mit 1 Upload-Icon und neuer Media Uploader

Dashboard Design

Ausklappmenüs

Wenn man bisher das Hauptmenü im Backend im normalen Modus verwendet hat, konnte man die einzelnen Menüpunkte erst sehen, wenn man den jeweiligen Bereich (z.B. „Artikel“) geöffnet hat. Das führte oft zu einem endlos langen Menü mit hohem Scrollfaktor, wenn man mehrere Bereiche aufgeklappt und danach nicht selbst wieder zugeklappt hatte. Beim neuen Ausklappmenü seit WordPress 3.3 ist nun immer nur 1 Bereich aufgeklappt. Die Menüpunkte der anderen Bereiche sieht man erst beim Mouseover oder wenn man den Bereich öffnet. Dann schließt sich der zuvor geöffnete Bereich von selbst. Das spart Platz und Nerven.

Toolbar

Die seit WordPress 3.1 verfügbare Adminbar  und der Kopfbereich wurden im Laufe der Betaphase von WordPress 3.3 mehrmals überarbeitet. Hier hatte ich bereits darüber berichtet. Adminbar und Kopfbereich wurden nun zur Toolbar (Werkzeugleiste) zusammengefasst, welche folgende Menüpunkte beinhaltet:

  • WordPress – Links zur „Über WordPress“-Seite und zu WordPress.org
  • Aktualisierungen (sofern vorhanden)
  • Seitenname – Links zur Startseite und wichtigsten Bereichen des Backends
  • Kommentare – selbsterklärend
  • Neu – Links zu: neuem Artikel, neuer Datei, neuem Link, neuer Seite und neuem Benutzer

Responsives Design im Dashboard

Verschiedene Bereich des Dashboards wurden so überarbeitet, dass sie nun bei unterschiedlichen Anzeigegrößen und -ausrichtungen (z.B. auf iPad/Tablets) besser aussehen.

Hilfe

Das Hilfe-Menü oben rechts wurde überarbeitet und in Kapitel aufgeteilt.

Ausklappmenüs und Toolbar
Ausklappmenüs und Toolbar

Das erste Mal

Nicht nur für WordPress-Einsteiger gibt es eine ganze Reihe neuer Hilfestellungen.

Begrüßung im Dashboard

Dieses neue Dashboard-Widget wird ab sofort bei jeder Neuinstallation angezeigt. Es soll vor allem Neueinsteigern bei der Einrichtung von WordPres helfen, indem es auf die wichtigsten Menüpunkte im Backend verweist. Das Widget ist in folgende Bereiche aufgeteilt:

  • Grundlegende Einstellungen: Privatsphäre, Untertitel und Zeitzone, Kommentare und eigenes Profil.
  • Echten Inhalt hinzufügen: Beispielseite und -artikel ansehen, Beispielseite und -artikel löschen, Über-mich-Seite erstellen, ersten Artikel schreiben.
  • WordPress individualisieren: basierend auf dem vorinstallierten Theme „Twenty Eleven“ findet man hier Links zu: Themefarbe, Hintergrundfarbe, Kopfzeilenbild und Widgets.

Das Widget lässt sich wie gewohnt über „Optionen einblenden“ oben rechts ein- oder ausblenden.

Feature-Pointer

Der Feature-Pointer (oder auch Admin-Pointer) weist im Backend mittels einer Sprechblase an der entsprechenden Stelle auf neue Funktionen hin. Wie man das Verhalten dieses Pointers beeinflussen kann, beschreibt Frank Bültge hier.

Changelog nach Update

Eine neue Seite im Dashboard namens „Über WordPress“ zeigt nach einem WordPress-Update automatisch alle Neuerungen an. Sie ist außerdem über den ersten Menüpunkt der Toolbar erreichbar.

Begrüßungsseite und Feature-Pointer
Begrüßungsseite und Feature-Pointer

Werkzeuge für Inhalte

Bessere Zusammenarbeit

Der Warnhinweis, dass ein Artikel von einem anderen Autor bearbeitet wird, erscheint nun nur noch, wenn er tatsächlich noch den Editor aufgerufen hat.

Tumblr Importer

Die Schnittstelle, um Artikel aus einem Tumblr-Blog in einen WordPress-Blog zu importieren, wurde überarbeitet. Der Menüpunkt befindet sich im Menü „Werkzeuge –> Daten importieren“.

Verbesserungen bei Widgets

Möchte man in WordPress 3.3 ein neues Theme ausprobieren, bleibt die Position der Widgets im vorherigen Theme gespeichert. D.h., wenn man wieder auf sein altes Theme wechselt, sind die Widgets da, wo sie vorher waren. Hat man zwischenzeitlich im neuen Theme Widgets hinzugefügt, muss man diese jedoch im „Inaktive Widgets“-Bereich zwischenspeichern.


Unter der Haube

Es gibt noch einige weitere Neuerungen, die insbesondere für Entwickler interessant sein dürften:

  • Permalinks: sind jetzt flexibler und resourcenschonender.
  • Post Slugs: Keine Fehler mehr bei Sonderzeichen.
  • jQuery 1.7.1 und jQuery UI 1.8.16: besonders von Plugin-Entwicklern zu beachten! (Details)
  • is_main_query(): Ab sofort ist eine Prüfung möglich, ob der Hauptquery verwendet wird. (Details)
  • WP_Screen API: mit dieser Schnittstelle können Hilfe und Dokumentation auf Adminseiten bearbeitet werden. (Details)
  • Editor API: der WordPress-Editor profitiert nun besser von JS und CSS. (Details)

Weiterführende Links

Die neue Version ist natürlich auch über die automatische Aktualisierung im Dashboard verfügbar. Wie immer gilt: vor der Aktualisierung eine Sicherung von Dateien und Datenbank erstellen!

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