WordPress 3.6 „Oscar“ ist da

PabstWP WordPress Version 3.6

Gut Ding will Weile haben. Jedenfalls ist zu hoffen, dass das heute erschienene WordPress 3.6 “Oscar” nach so langer Entwicklungszeit auch wirklich gut ist. Die Veröffentlichung hatte sich herausgezögert, weil das in der Beta 1 bereits implementierte, neue Konzept für die Formatvorlagen (Post Formats) sich als nicht schlüssig herausstelle und bis zur Beta 2 wieder entfernt wurde. Es ist zu erwarten, dass die Formatvorlagenleiste (Post Formats UI) in WordPress 3.7 eine neue Chance bekommt.

Nun aber ans Eingemachte: was gibt es Neues in WordPress 3.6?

Wie immer erst einmal alle wichtigen Links:

Highlights

  • Neues Standard-Theme Twenty Thirteen: Das neue Standard-Theme soll vor allem für Blogger attraktiv sein. Als Basis-Theme für eigene Theme-Entwicklungen eignet es sich aufgrund des Layouts und der starken Design-Elemente weniger. Theme-Entwickler werden wohl weiterhin auf das minimalistische Standard-Theme Twenty Twelve, das Starter-Theme _s (underscores) oder andere Starter-Themes setzen. (Twenty Thirteen hatte ich hier bereits erwähnt).
  • Menüs: Die Menüverwaltung wurde umfangreich überarbeitet. Die verschiedenen Menüs können nun über ein Dropdown zur Bearbeitung ausgewählt werden und nicht mehr über die Tabs. Das ist vor allem übersichtlicher, wenn man viele Menüs verwendet. Die Box “Anordnung im Theme” wurde in einen eigenen Bereich verschoben.
  • Autosave: Beiträge und Seiten werden nun automatisch lokal zwischengespeichert, zusätzlich zu den automatischen Speicherungen auf dem Server. Damit ist sichergestellt, dass bei einem Verbindungsverlust (Absturz von PC, Browser oder Server) keine ungesicherten Daten verloren gehen.
  • Post Locking: Es kann nun eingestellt werden, wie mit Beiträgen verfahren werden soll, die von mehreren Autoren bearbeiten werden. Bei einem Beitrag, der bereits von einem Autor berabeitet wird, erscheint nun bei einem weiteren Editor-Versuch eine Hinweis-Box mit den Optionen, den Artikel zu übernehmen oder die Aktion abzubrechen.
  • Revisionen: Hier hat sich einiges getan. Revisionen können nun wesentlich komfortabler mittels eines Schiebers durchsucht werden. Für mich aktuell kein Mehrwert, da ich meine Artikel in Byword schreibe und Revisionen daher kaum nutze. Für Websites mit mehreren Redakteuren und bei Websites, deren Inhalte oft geändert werden, sicher interessant und hilfreich.
  • Umlaute im Titel – korrekte Permalinks: Bisher musste man immer ein Plugin verwenden um aus Umlauten im Titel (z.B. “Über mich”) einen korrekten Permalink (“/ueber-mich/”) generieren zu lassen. Das ist nun nicht mehr notwendig.
  • oEmbed für Rdio und Spotify: Auch für das Einbetten von Rdio- und Spotify-Inhalten ist nun kein Plugin mehr notwendig.
  • WP Heartbeat API: Eine neue Schnittstelle ermöglicht es, in bestimmten Zeitabständen mit dem Server zu kommunizieren. So fragt z.B. das neue Post Locking regelmäßig beim Server ab, ob ein Artikel bereits von einem anderen Autor beareitet wird. Einen Artikel über die Heartbeat API gibt es bei Frank Bueltge.
  • Noch mehr HTML5: Theme-Entwickler können nun auch für Kommentare, Kommentarlisten und die Suche HTML5 verwenden.

Ein paar Screenshots

Fazit

WordPress 3.6 bringt mit der neuen Menüverwaltung, der Autosave-Funktion und der Heartbeat API für mich interessante Features. Das neue Standard-Theme Twenty Thirteen werde ich wohl nicht verwenden.

In diesem Sinne: frohes Updaten und vorher immer schön ein Backup machen!

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4 Kommentare

  1. Hi,
    es freut mich sehr, dass die Version 3.6 nun endlich erschienen ist und noch ist kein Update-Link im WP-Dashboard zu sehen, aber dazu dürfte es dann die nächsten Tage noch kommen. Vor allem die Neuerungen lassen sich sehen. So gefällt mir Autosave. Ich hatte schon oft Browser-Probleme mitten drin beim Schreiben eines Artikels und nun wird alles einfacher und komfortabler. Das ist schön zu hören. Ich bin dann sehr gespannt wie man mit der neuen WP-Version arbeiten können wird.

  2. Super, dass nun Umlaute im Titel möglich sind. Es gibt meiner Meinung nach zu viele Standardfunktionen für die man ein Plugin benötigt.