WordPress mit dem iPad auf dem eigenen Server installieren

PabstWP Beitragsbild iPad

Vor einigen Tage kaufte ich mir Diet Coda, einen Web Code Editor für das iPad. Mit dieser App kann man via FTP auf seine Websites zugreifen und die Dateien bearbeiten. Für die Neuentwicklung einer Website oder eines WordPress-Themes ist die App nur bedingt geeignet aber für kleinere Korrekturen in PHP-Templates oder in CSS-Dateien ist sie durchaus nützlich und komfortabel.

Beim Testen von Diet Coda stellte ich mir die Frage, ob mir die App irgendwie behilflich sein kann, mit dem iPad WordPress auf einem Server zu installieren und zu konfigurieren. Also vom Download der ZIP-Datei, über den Upload der Dateien via FTP und die Einrichtung einer Datenbank bis zum Ablauf der Installationsroutine.
Ergebnis: ja.

Im Vergleich zur Installation mit einem Desktop-Rechner oder einem Notebook ist die Installation mit einem iPad ein klein wenig umständlicher und langsamer. Aber ich finde es gut, zu wissen, dass es funktioniert. Vielleicht gibt es ja mal eine Situation, in der man nur das iPad zur Hand hat und mal eben schnell einen neuen WordPress-Blog benötigt.

Und so geht’s!

Verwendete Apps

  • Safari – Standardbrowser auf dem iPad
  • GoodReader – PDF-Reader und Dateimanager, 3,99 €
  • Diet Coda – Web Code Editor, 15,99 €

GoodReader und Diet Coda sind nicht ganz günstig, für den geneigten Webdesigner/-entwickler aber meiner Meinung nach eine lohnende Investition. Theoretisch funktioniert die Installation auch nur mit dem GoodReader, Diet Coda als echter Editor ist aber komfortabler. Und schöner. 🙂

Vorbereitungen

Bevor es losgeht, muss man natürlich GoodReader und Diet Coda aus dem App Store herunter laden und installieren. Danach kann man in beiden Apps auch gleich den FTP-Zugang zum eigenen Server einrichten.

Ablauf

1. Datenbank und Domainziel einrichten

In Safari muss man sich zunächst im Administrationsbereich des eigenen Webhosters einloggen und eine neue MySQL-Datenbank anlegen. Außerdem muss eine Domain eingerichtet werden. Ich habe für meinen Test eine Subdomain inkl. einem entsprechenden Zielverzeichnis angelegt. Wie das funktioniert, hängt vom jeweiligen Webhoster ab und kann recht unterschiedlich aussehen.

2. WordPress herunterladen

In Safari zu http://wpde.org/download/ navigieren, den Download-Button anklicken und in der nächsten Ansicht die Option “In GoodReader öffnen” wählen.

3. ZIP entpacken

Im GoodReader die ZIP-Datei entpacken.

4. WordPress-Dateien hochladen

Im GoodReader im Bereich “Connect to Servers” den eigenen FTP-Server auswählen und die Dateien in das vorbereitete Verzeichnis hochladen. Dann Kaffee trinken gehen. Dauert ein paar Minuten.

Alternativ könnte man auch die ZIP-Datei hochladen und mit der Terminal-Funktion von Diet Coda über einen SSH-Zugang direkt auf dem Server entpacken. Da ein Shell-Zugang aber eher dedizierten Servern oder Rootservern vorbehalten ist, gehe ich hier nicht näher darauf ein.

5. wp-config.php erstellen

Jetzt kommt Diet Coda ins Spiel. Nachdem man sich an seinem FTP-Server angemeldet hat, kann man die Datei wp-config-sample.php editieren und die Datenbank-Zugangsdaten, Tabellen-Präfix und die Sicherheitskeys erfassen. Abschließend benennt man die Datei noch um in wp-config.php.

Alternativ könnte man die Datenbank-Zugangsdaten auch über das Installationsscript erfassen. Dann hat man aber keinen Einfluss auf Tabellen-Präfix und Sicherheitsschlüssel. Daher nicht empfehlenswert.

6. Installation starten

Jetzt kommt der spannendste Part. Wie üblich startet man die Installation durch den Aufruf des entsprechenden Verzeichnisses.

Tritt hier ein Serverfehler auf, liegt das daran, dass die Datei .htaccess nicht korrekt erstellt wurde. Falls das passiert, einfach die Datei in Diet Coda erstellen und folgendes einfügen:

Nach Abschluss des Installationsskripts kann man sich nun im Safari wie gewohnt im Dashboard einloggen. Und dann kann gebloggt werden, am besten mit der WordPress iOS App. 🙂

Fazit

Mit Safari, GoodReader und Diet Coda kann man einigermaßen schnell und komfortabel WordPress auf einem Server installieren. Für alle Schritte vom Download der ZIP-Datei bis zum Einloggen auf dem Dashboard habe ich ca. 15 min benötigt. Und 4% des Akkus. 😉

Fragen beantworte ich gern in den Kommentaren. Anregungen und Kritik sind selbstverständlich auch willkommen.

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4 Kommentare

  1. Ich kann auf meine wordpress datein zugreifen, wie aber kann ich dort eine PDF oder mp3 Datei in die Medienrubrik hochladen
    Vom PC geht das per Drag and drop und vom iPad?
    Für eine Lösung wäre ich dankbar

    1. Auf dem iPad kannst du mit Safari/Chrome oder der WordPress App leider nur Fotos und Videos hochladen. Wenn du andere Dateien in deinen WordPress Blog hochladen möchtest, musst du auf eine andere App zurückgreifen, z.B. BlogPad Pro. Ich weiß aber nicht, auf welchem Stand diese App ist da sie schon länger nicht mehr aktualisiert wurde. Vielleicht gibt’s ja noch andere.